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11.11.2017

Vom Verteidiger zum Schiedsrichter!

Schiedsrichter-Porträt von anpfiff.


Er ist ein Schiedsrichter, wie man ihn nicht allzu oft in diesen Kreisen sieht. Lange Jahre schnürte er selbst die Stiefel als Fußballer, ehe er sich in den administrativen Bereich und der Vereinsarbeit widmete. Als Schiedsrichter sorgt er aktuell für seinen Heimatverein dafür, dass das Kontingent des Vereins an Schiedsrichtern ausgefüllt ist und somit keine Strafe vom Verband auf den heimischen TSV Donndorf anfällt.
Marco Henschel im Porträt
Um ehrlich zu sein kam Marco Henschel zur Schiedsrichterei wie die Jungfrau zum Kind. Der selbst jahrelange Verteidiger, der sich dann zusehends der Vereinsarbeit widmete, wollte eigentlich dem Fußball im Allgemeinen etwas abschwören. Doch daraus wurde nichts. „Mich zieht es trotzdem immer wieder auf die Sportanlagen und hier und da habe ich auch gerne zugesehen. Dann sprach mich mein Patenkind und Topschiedsrichter Stefan Linß an, ob ich mir vorstellen könnte, als Schiedsrichter zu den Vereinen zu gehen.“ Aufgrund der mangelnden Schiedsrichter, vor allem im Jugendbereich, absolvierte Henschel kurzerhand die Prüfung und wurde schneller als er selbst dachte, nach oben gebracht. Ganz aktuell darf der Anhänger von Borussia Dortmund Spiele in der Kreisliga leiten. Das soll und wird aber dann auch das Maximum sein. Alleine vom Alter her wird der seit kurzem 40 Jährige keine weiteren Ambitionen hegen, wobei er aber als Linienrichter doch bis zur Landesliga mitgehen könnte. „Hauptsache im Gespann. Wenn man die richtigen Leute dabei hat, ist das immer ein schöner Ausflug - gerade zu Vereinen, die man nicht so kennt.“ Ob er dabei hier im Kreis Bayreuth / Kulmbach oder, wie auch des öfteren im Erlanger Raum die Pfeife dröhnen lässt, spielt für den Schiedsrichter des Monats Juli keine Rolle. „Beides hat seine Vorteile. Wenn ich ein Spiel leite, wo ich Spieler und Betreuer schon seit 30 Jahren kenne, kann man lockerer über die gefällten Entscheidungen sprechen und sollte man tatsächlich mal daneben liegen, erlebt man dann doch mehr Nachsicht. Auf der anderen Seite macht es Spaß, eher unbekannte Vereine und Spieler zu pfeifen. Das ist richtig interessant und sicher auch eine schöne Herausforderung.“
Marco Henschel im Porträt

Die Zeit vor der Schiedsrichterei!


Selbst begann Marco Henschel in der Jugend beim SC Kreuz Bayreuth unter den Fittichen des legendären Carolus Fischer, ehe es durch einen Umzug der Familie nach Eckersdorf zum heimischen TSV ging. Im Seniorenbereich gab es für den Verteidiger noch die Stationen Glashütten und Hummeltal und wieder zurück nach Donndorf, wo dann auch die Karriere viel zu früh ein jähes Ende fand. „Ich habe mich mit 18 Jahren ziemlich heftig am Sprunggelenk verletzt und bin gute fünf Jahre ausgefallen.“ Zwar versuchte er es nochmal mit dem Fußball spielen, doch rückte er immer weiter ins zweite Glied und fand sich dann recht schnell in der Vorstandschaft des TSV Donndorf wieder. Es begann seinerzeit als Schülerleiter durch den Sohnemann, ehe er zum Herrenspielleiter ernannt wurde und später noch den zweiten Vorsitzenden und damit auch das „Mädchen für Alles“. „Ich war eigentlich täglich am Sportgelände und habe alles Mögliche erledigt. Das ging vom Plätz mähen und zeichnen über Aufräumarbeiten des Sportheimes. Das wurde mir dann etwas zu viel und ich habe mich nach vielen Jahren zurückgezogen.“

Nie in Erklärungsnot!


Marco Henschel hat richtig Spaß an der Schiedsrichterei gefunden. Und dabei ist er einer der wenigen, die diesen Weg nach der aktiven Karriere eingeschlagen haben. Wahrlich wenig Fußballer, die vor kurzem oder längeren ihr Karriereende bekannt gegeben haben, wechseln in die Gilde der Referees. Er hingegen freut sich immer auf die Spiele und ist dann auch mit Feuereifer dabei. „Ich kommuniziere viel mit den Spielern. Ich versuche dabei immer sachlich zu sein, um so den Spielfluss nicht zu stören. Und außerdem versteht es der ein oder andere Spieler dann doch, wenn man den Pfiff sachlich erklärt.“ Mit dieser Linie ist der Familienvater auch sehr gut gefahren. Ein richtiges „Sorgenspiel“ gab es unter seiner Leitung noch nicht. Dabei ist er sicherlich der Letzte, mit dem man auch nach dem Spiel sachlich und besonnen über seine Leistung sprechen kann. Ob im Gespann oder alleine. Er pflegt es gerne, sich nach dem Spiel ins heimische Sportheim zu setzen und noch etwas zu philosophieren. Auch im Gespann lässt sich leichter über Entscheidungen diskutieren, was den Fan von Medi Bayreuth sehr zusagt. „Ich habe mich sehr an das Pfeifen im Gespann gewöhnt. Im ersten Spiel habe ich zwar noch Probleme mit dieser Umstellung gehabt und auch vom Patenkind Stefan Linß ein paar Takte zu hören bekommen, aber inzwischen finde ich es sehr angenehm, wenn man zu Dritt unterwegs ist.“

Marco Henschel und die Familie!


Aber nicht nur auf den Fußballplätzen dieser Regionen ist der Krankenpfleger unterwegs. Mit den „Lohn“ für das Pfeiffen hat sich Familie Henschel eine Urlaubskasse angelegt und wenn diese mal wieder gefüllt ist, geht es mit Kind und Kegel am Wochenende auf Kurztrip. Generell verreisen die Henschels sehr gerne, doch das eigentliche Lieblingsziel sieht der Eckersdorfer momentan als etwas kritisch an. “Wir mögen die Türkei, aber aktuell würden wir andere Ziele für den Familienurlaub bevorzugen.“ Wichtig dabei ist, dass die Familienbande auch Zeit für sich hat und nicht nur auf den Fußballplätzen zu finden ist, schließlich spielt der Sohnemann aktuell in der Saaser Jugend und da wird natürlich auch, so gut es geht, von den Eltern angefeuert. Und der Nachwuchs ist auch gerne dabei, wenn der Papa die Leitung eines Spieles inne hat. „Wir diskutieren auch mal über meine Entscheidungen, aber wenn ich es aus meiner Sicht erkläre, lenkt der Filius auch meistens ein.“ Ob Junior Henschel eines Tages auch als Schiedsrichter zu sehen sein wird, glaubt Marco Henschel indessen nicht. „Es spielt sehr gerne Fußball und nun hat er auch den Spaß am Basketball gefunden. Ich denke, die beiden Sportarten wird er noch lange ausüben. Aber ich könnte mir vorstellen, dass er auch eines Tages in die Funktionärsebene gehen wird. Schließlich hat er mir während meiner Zeit in der Vorstandschaft bei Donndorf freiwillig und eifrig geholfen und weiß, was Vereinsleben bedeutet.“
Marco Henschel im Porträt

Perfektes Zeitmanagement!


Als Krankenpfleger ist es Marco Henschel durch die Schichtarbeit nicht immer möglich, an den Wochenende Spiele zu leiten. Neben den Pfeifen, der Familie und den Hauptberuf, hat er sich auch ein zweites Standbein aufgebaut und arbeitet nebenbei noch als Versicherer. Trotz der vielen Aufgaben, sieht er sich sehr gut aufgestellt. Sein Zeitmanagement scheint dabei optimal zu sein, denn keine seiner Aufgaben kommt dabei irgendwo zu kurz. Und alle genannten Bereiche werden dabei sehr ernst genommen. Als Schiedsrichter beispielsweise, nimmt der Hobbyfotograf auch gerne mal seine Mannschaften vor einem zugeteilten Spiel unter die Lupe. „Wenn ich weiß, welche Partie ich am kommenden Wochenende zu leiten habe, schaue ich, ob ich mir schon ein Spiel im Vorfeld ansehen kann, damit ich einen Eindruck von Spielern und Umfeld bekomme, damit ich mich dahingehend gut darauf vorbereiten kann.“ Aber auch seine Donndorfer begutachtet er, sofern es die Zeit zulässt - wie beispielsweise auch am vergangenen Sonntag, wo er den anpfiff-Videotickerer vor Wind und Wetter mit seinem Schirm schützte.

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